Allgemein, Organisation

Tipps, die ich in der Schule gern gekannt hätte

Hallo meine Lieben! 🙂

In Sachsen beginnt nächste Woche wieder die Schule und mein kleiner Neffe feiert heute Schulanfang. Auch wenn ich nicht mehr in die Schule muss, habe ich für euch Tipps zusammengefasst, die ich im nachhinein erst herausgefunden habe aber schon in meiner Schulzeit gern gewusst hätte. Nur weil sie mir nichts mehr bringen, heißt das nicht, dass sie nichts für euch sind, oder? Legen wir los! 🙂

Mal ganz ehrlich, Schule ist ein ausgelutschtes Thema, nur die wenigsten haben sich offen dazu bekannt, dass sie gerne hingehen und andere haben es mehr oder weniger über sich ergehen lassen. Wir alle kommen nicht drum rum und ich habe diese Phrase nicht schon oft genug selbst gehört aber: wir sollten dankbar sein, dass uns die Schule und Bildung einfach so ermöglicht wird. Wenn wir schon nichts dagegen tun können, sollten wir das beste daraus machen, oder?

Ich war im mittleren Leistungsbereich der Schule, es gab Fächer die mir lagen oder mir gefallen haben wie Mathe (Ich will nichts hören! :D) und auch Fächer, die ich bis zum Tod nicht ausstehen konnte (Physik). Wenn man ein Fach hat, was einem Spaß macht, dann ist das super, weil man so sich auf das Fach freut und wenigstens motiviert ist etwas neues zu lernen. Meiner Meinung nach kann man diese Fächer in zwei Arten unterteilen: ‚Fächer, die einem Spaß machen und die einem liegen‘ und ‚Fächer, die einem Spaß machen und die einem nicht liegen‘.

Klassisches Beispiel: Ich mochte den Musikunterricht, mir hat gefallen sich etwas anzuhören und es nach zu singen. Allerdings waren die Leistungskontrollen und Klassenarbeiten eine Katastrophe. Ich hatte keine Lust irgendwas über Mozart zu lernen, wie alt er geworden ist oder wann er welches Stück geschrieben hat. Die Sing-LKs waren auch nicht so pralle, denn seien wir ehrlich, wenn ich singe klingt es wie eine Katze die überfahren wird. Mathe wiederum, machte mir Spaß, weil ich es verstand. Ich konnte der Lehrerin folgen, habe nach ein bis zwei Rechenbeispielen, das Prinzip verstanden. Aber bei Musik war wenigstens der Wille da, dafür etwas zu tun, weil mir das Fach Spaß machte.

Und auch wenn man manche Fächer mag und andere nicht, haben sie oft den selben Effekt auf uns. Mir ist oft (sowohl an mir selbst, als auch an anderen) aufgefallen, dass wir dazu neigen für beide Arten von Fächern nicht viel Lernaufwand zu betreiben. Wenn uns ein Fach liegt und wir es grundsätzlich verstehen, unterschätzen wir es, wir lernen (so gut wie) gar nicht, weder Definitionen irgendwelcher Begriffe werden gelernt, noch wird geübt. Das passierte mir in Mathe sehr oft, weshalb ich manchmal ’nur‘ eine Zwei oder eine Drei bekam. Bei Fächern, bei denen wir Probleme haben es zu verstehen, bekommen wir es teilweise mit der Angst zu tun und schieben es lange vor uns hin, bis es zu spät ist.

Das Resultat: zu wenig Aufwand für alle Fächer und folglich nicht die Noten die man sich erhofft hat. Klar, du könntest jetzt sagen: ‚Pfff! Die Noten und die Schule ist mir doch egal!“ und mag zwar so sein, aber ich bin der Überzeugung wir alle haben diese perfekte Zukunftsvision, ein schönes Haus/Wohnung mit Partner, Kindern und ein Job, der einen Spaß macht und viel Geld bringt. Wenn man schon eine genaue Vorstellung vom späteren Beruf hat, dann ist das klasse, da weiß man worauf man hinarbeitet und man hat vielleicht die nötigen Anforderungen vor Augen, die man erreichen muss. Leider hängen die meisten Schüler da in der Luft und haben keinen Plan, was man nach der Schule machen soll und so ging/geht es mir auch. Aber selbst wenn ihr noch keinen Plan habt, solltet ihr euch trotzdem ins Zeug legen, damit euch später noch alle Möglichkeiten offen bleiben. 🙂

Und wie ihr das anstellen könnt seht ihr jetzt:

Nacharbeiten

Die meisten verdrehen wahrscheinlich grade die Augen und denken sich: ‚Ja klar, als ob ich die Zeit dafür hätte.‘ aber wenn ihr nach der Schule einfach dreißig bis sechzig Minuten investiert und die Mitschriften des Tages erneuern und Hausaufgaben zu machen, glaubt mir, innerhalb von einer Stunde könnt ihr viel erreichen.

nacharbeiten

Aufpassen und mitdenken

Es ist wohl einer der ausgelutschtesten Ratschläge ever, aber es stimmt wirklich. Zum einen sehen es die Lehrer gern, wenn man aufmerksam mitarbeitet und sich Gedanken zu dem Thema macht. Sowas fördert das Verständnis und ihr könnt Zusammenhänge schneller erkennen…

Fragen und Hinterfragen

…oder ihr merkt, dass ihr etwas nicht versteht. Da ist es gut am besten eine Frage zu stellen. Für den einen oder anderen ist es eine Qual, sich im Unterricht zu melden, es könnte ja viel zu peinlich sein, aber ich könnte wetten, ihr seid nicht der einzige der dem Lehrer nicht folgen kann. Meistens hört man ja von den Lehrern die Phrasen: ‚Ist das für alle verständlich?‘ ‚Hat das jeder verstanden?‘ oder ‚Hat jemand noch Fragen?‘ und das ist die perfekte Gelegenheit zu fragen ob es der Lehrer anders erklären kann oder generell den Stoff mal zu hinterfragen wie: ‚Wozu brauchen wir das?‘ ‚Wo wird das angewendet?‘ ‚Mit was hängt das Thema zusammen?‘ ‚Warum ist es so wichtig?‘ Wenn ihr euch nicht traut euch im Unterricht mal zu melden, dann gibt es den nächsten Tipp.

Brain Dump Seite

Es geht bestimmt mal jedem so, dass man sich überhaupt nicht konzentrieren kann weil einem tausend andere Sachen durch den Kopf schwirren. Da hilft es, die ganzen Sachen einfach nieder zu schreiben, denn so realisiert dein Gehirn, dass das ruhig erstmal aus den Gedanken verschwinden kann, weil du es ja aufgeschrieben hast. Das können Dinge jeglicher Art sein. Produkte, die man einkaufen muss, Geschichten, die man der besten Freundin in der Pause erzählen muss oder auch Fragen die einem während des Unterrichts einfallen, die man dem Lehrer später stellen kann. Lehrer sind schließlich auch nur Menschen und ihr Job ist es, das Wissen richtig zu vermitteln, wenn sie kein Feedback erhalten, dass ihr nichts versteht, können sie nichts verbessern und ihr versteht immer weniger.

Ordentliche Mitschriften

Früher in meiner Schule wurde viel Wert auf eine ordentliche Hefterführung gelegt. Leider war das überhaupt nicht mein Ding. Zumindest während des Unterrichts konnte ich nie schnell UND schöne Mitschriften anfertigen. Wenn ich schnell geschrieben habe, kam ein sehr unschönes Gekritzel dabei heraus, für mich zwar identifizierbar aber nicht für andere und von Lehrern garantiert nicht missbilligt. Wenn ich jedoch schön schrieb, hat das furchtbar lang gedauert und ich konnte dem Unterricht nicht mehr folgen. Meistens habe ich auch einfach an den Rand gemalt. Wenn ihr so ein Kandidat seid wie ich, dann ist es gut für euch noch mal die Mitschriften des Tages zuhause noch einmal zu erneuern. So sieht nicht nur der Hefter schöner aus, sondern so wiederholt ihr alles noch einmal und es prägt sich besser ein. Was ihr während des Unterrichts tun könnt für schöne Mitschriften, seht ihr im nächsten Tipp.

mitschriften

Mit Bleistift mitschreiben

In der Zwölften Klasse habe ich dann bei einer Freundin gesehen, dass sie nur noch mit Bleistift schrieb, Zuhause dann alles noch mal neu und besser abschreibt und ich wünschte ich hätte das schon früher gewusst, klappt auch gut bei Arbeitsblättern. Außerdem ist es gut für euren Papierverbrauch wenn ihr einfach alles wegradieren könnt und nicht ein vollkommen neues Blatt nehmen müsst.

Um Hilfe bitten

Es ist keine Schande jemanden um Hilfe zu bitten, sei es der Lehrer, ein Mitschüler oder ein Nachhilfeservice.

Handy weg

Egal ob erlaubt oder nicht, die Handys sollten in der Schule wirklich nicht genutzt werden, besonders nicht während des Unterrichts.

Abends vorbereiten

Wer soll schon in der Schule mitmachen können wenn er den falschen Hefter mit hat oder kein Buch? Abends vor dem Schlafen gehen, oder im Anschluss an die Nacharbeit, einfach alles einpacken was man am nächsten Tag brauch und den ganzen Müll aus der Tasche zu räumen.

vorbereiten

Kalender/Hausaufgabenheft benutzen

gleich in Verbindung mit dem Packen der Tasche könnt ihr einen Blick in euren Kalender werfen um böse Überraschungen zu vermeiden.

Lerntyp kennen

Um die beste Methode für euch zu lernen herauszufinden, solltet ihr am besten wissen was ihr für ein Lerntyp seid. Es gibt im Internet ein paar Tests machen könnt, wenn ihr aber selbst herausfinden wollt, was bei euch funktioniert, solltet ihr einfach ausprobieren. Vielleicht lernt ihr gut in dem ihr anderen Menschen den Lernstoff erklärt oder in dem ihr ihn nieder schreibt, ein Video dazu anseht, einen Text lest oder ein Bild seht. Ich komme gut damit klar die Sachen auf Karteikarten zu schreiben und immer wieder zu lesen und auch anderen Leuten Stoff erklären. Am besten verstehe ich zum Beispiel Matheoperationen, wenn ich sehe wie es gerechnet wird.

Videos ansehen

Selbst wenn ihr nicht der Audiovisuelle Lerntyp seid, Videos bringen oftmals doch etwas, einfach weil man ein Thema anders erklärt bekommt. Ich kann euch zum Beispiel die Kanäle ‚The Simple Club‘ und ‚Mr. Wissen2Go‘ empfehlen und ansonsten gebt einfach das Thema im Suchfeld ein und klickt euch durch.

video

Karteikarten schreiben

Ich lerne gern mit Karteikarten und es ist sinnvoll die Karteikarten wenn möglich drei bis vier Tage vor dem Test oder der Arbeit fertig zu haben und ich kann es nur jedem ans Herz legen, probiert es mal aus. Es gibt auch zahlreiche Apps und Internetseiten wo ihr Karteikarten anfertigen könnt und online üben oder halt ausdrucken, werft einfach mal die Suchmaschine an.

karteikarte

Auch Fächer, die euch absolut nichts bringen und die ihr nicht versteht, können euch helfen euer Lernverhalten zu prägen und Verantwortung zu tragen. Stellt euch vor wenn ihr nach einer harten Lernsession eine Eins in der Physikarbeit bekommt. Ihr lernt somit nicht wirklich den Lernstoff, sondern eher dass man durch Ehrgeiz seine Ziele erreicht und ihr wollt dies in Zukunft wiederholen.

Das waren meine Tipps, ich hoffe ihr könnt sie anwenden, ich bin sicher dass man die meisten auch auf das Studium anwenden könnte.

Schreibt mir doch in den Kommentaren was euer absoluter Pro-Tipp für die Schule ist/war.

Hier kommt ihr zu meinem letzten Post. 

 

Bis zum nächsten Mal! 🙂
Lisa ♥

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